Ein typischer Vertreter der Landschildkröte ist die Griechische Landschildkröte (Testudo hermanni). Sie ist eine von drei im europäischen Teil des Mittelmeerraumes beheimateten Landschildkrötenarten der Gattung Testudo und kommt in zwei Unterarten vor (Testudo Hermanni Hermanni und Testudo Hermanni boettgeri). Griechische Landschildkröten sind überwiegend tagaktive Reptilien, die ein dem Menschen vergleichbar hohes Alter erreichen können.
Für die Verdauung ihrer überwiegend vegetarischen Nahrung sind sie auf die Zufuhr von Sonnenenergie angewiesen. Sie können als wechselwarme Tiere die nötige Körperwärme nicht selbst erzeugen, sondern müssen sie, ihren jeweiligen Bedürfnissen entsprechend, durch Ortswechsel von schattigen zu sonnigen Plätzen beeinflussen. Für die einwandfreie Verdauung ihrer faserreichen Nahrung benötigen sie für einige Stunden am Tag Körpertemperaturen um 25 bis 30 °C, die sie z.B. unter einem Strahler von 40°C- 45°C, kombiniert mit einem morgendlichen Sonnenbad erreichen, selbst wenn die Lufttemperatur noch deutlich niedriger liegt. Oberhalb einer Körpertemperatur von 45°C geraten sie in Lebensgefahr und vergraben sich deshalb in der kühleren Erde. Unterhalb von 8°C kommt der Stoffwechsel zum Erliegen. Auch Atmung und Herzfrequenz sind stark herabgesetzt.
Die Zerstörung ihrer angestammten Lebensräume und ihre Beliebtheit als Heimtier haben den Wildtierbestand inzwischen stark gefährdet und Schutzmaßnahmen für ihren langfristigen Erhalt unabdingbar werden lassen.
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Urzeitliche Wesen richtig pflegen. Das Buch bietet eine umfassende Einführ...

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